Sprühstrahl oder Vollstrahl? Feuerwehren aus ganz NRW und darüber hinaus lernen an der Hochschule Rhein-Waal
Wo sonst Studierende aus aller Welt gemeinsam lernen, wurde am Samstag, 17. Oktober, Feuerwehrwissen geteilt: Der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Kleve e.V. hatte zu seinem großen Fachseminar in das Audimax der Hochschule Rhein-Waal eingeladen. Die Resonanz war enorm. Feuerwehrangehörige aus dem gesamten Kreis Kleve und weit darüber hinaus nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch.
Von Kleve bis Berlin, von der Berufsfeuerwehr bis zur Bundeswehr, die Anmeldeliste las sich wie eine Landkarte der deutschen Feuerwehrlandschaft: Neben zwölf Feuerwehren aus dem Kreis Kleve waren Einheiten aus den Kreisen Wesel, Viersen, Borken, Mettmann, Steinfurt, Recklinghausen, Coesfeld und Soest sowie dem Rhein-Erft-Kreis und dem Oberbergischen Kreis angemeldet. Aus den Städten Duisburg und Krefeld kamen Berufs- und Freiwillige Feuerwehr gemeinsam, dazu Oberhausen, Köln, Nümbrecht und Hamm. Auch die Bundeswehr-Feuerwehr, der Landkreis Osnabrück, der Landkreis Vechta und sogar die Stadt Berlin waren vertreten. Über die Grenze hinweg reiste zudem die Feuerwehr der niederländischen Regio Limburg an.
Die Wahl des Veranstaltungsortes passte dabei zum Geist des Tages. Die Hochschule Rhein-Waal lebt von ihrer Internationalität: Studierende aus vielen Ländern lernen hier miteinander und voneinander. Genau das erlebten auch die Einsatzkräfte im Audimax. Berufsfeuerwehrleute neben Ehrenamtlichen, Kameradinnen und Kameraden aus Ost und West, aus Deutschland und den Niederlanden: Unterschiedliche Herkunft, ein gemeinsames Ziel. Die Hochschule bot dafür den passenden Rahmen.
Am Vormittag drehte sich nach der Begrüßung alles um eine Frage, die in vielen Einsatzabteilungen für lebhafte Diskussionen sorgt: Sprühstrahl versus Vollstrahl. Welches Prinzip ist wann sinnvoll, und was geschieht dabei im Brandraum?
Nach der Mittagspause stand der zweite Teil an: der Brandverlauf Sankt Augustin. Anhand von Einsatzfotos und detaillierten 3D-Modellen des Gebäudes wurde nachvollziehbar, wie sich das Feuer entwickelte und welche Erkenntnisse sich daraus für die tägliche Einsatzpraxis ableiten lassen. Gegen 15.00 Uhr endete die Veranstaltung mit der Verabschiedung der Teilnehmenden.
Dass der Tag reibungslos ablief, war auch das Verdienst der vielen helfenden Hände aus dem KFV. Bereits um 8.00 Uhr hatte das Organisationsteam mit den Vorbereitungen für Getränke, Beschilderung und Logistik begonnen. Der Verband bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern sowie bei der Hochschule Rhein-Waal für die Gastfreundschaft. Vielen Dank Jürgen!






